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Heute stellen wir euch eine neue Vernetzungsplattform vor, die die Initiativen in der Region Lüneburg zu verbinden versucht: Lebendiges Lüneburg

In Stadt und Landkreis Lüneburg existiert eine große Anzahl von Initiativen, Projekten und Personen, die sich für eine öko-soziale bzw. zukunftsfähige Entwicklung engagieren. Das neue Online-Portal Lebendiges Lüneburg (www.lebendiges-lueneburg.de, kurz LeLü) wurde im Rahmen der ZukunftsWerkStadt von DialogN (www.dialogn.de) ins Leben gerufen. Es bündelt diese Gruppierungen und bietet der Bürgerschaft eine Übersicht über die Vielfalt zivilgesellschaftlicher Akteure in Stadt und Landkreis der Hanse- und Universitätsstadt.

Ziel ist es, die verschiedenen Keimzellen und Pioniere des Wandels vor Ort in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen. Auf diesem Weg erhalten Bürgerinnen und Bürger gezielte Informationen und aktuelle Hinweise für ein gutes Leben in Lüneburg. Unter dem kollektiven Dach werden unterschiedliche Handlungsfelder und Perspektiven vereint. Damit wollen wir kommunalen Gemeinsinn fördern und bürgerliches Engagement und Verantwortung stärken.

Egal ob, spontane Einzelaktionen, langjährige Einrichtungen oder regelmäßige Treffen. LeLü will Initiativen und die Bürgerschaft unterstützen und zum Mitmachen, Üben und Ausprobieren animieren. Mit diesem Experiment soll Angebot und Nachfrage zusammengeführt werden und eine breite Handlungsbasis für ein gutes Leben vor Ort entstehen, getreu unserem Motto: „vom Wissen zum Tun“.

Ab sofort sind Registrierungen von Initiativen und Benutzern möglich. Für registrierte Initiativen sind hauptsächlich drei Grundfunktionen (1. Initiativen darstellen, 2. Termine und 3. Beiträge veröffentlichen) verfügbar. Zudem gibt es ein Forum, das auch einfachen Benutzern zur Vergfügung steht.

Beworben wird die Homepage zukünftig u.a. über die direkte Ansprache von Initiativen, mit Handzetteln (sind im FREIRAUM verfügbar), Web-Banner, eine Seite in der Neubürgerbroschüre Lüneburgs, Plakate im Bürgeramt Lüneburg und bei gezielten Veranstaltungen. Im weiteren Verlauf sind u.a. Kooperationen mit lokalen Medien angedacht.

Mit Eurer Unterstützung hoffen wir, gemeinsam den Raum für einen am Gemeinwohl orientierten Prozess für diese Region Lüneburg zu verstärken.

Registriert Euch am besten daher gleich jetzt kostenlos vorab:
www.lebendiges-lueneburg.de

Es grüßt,
Thore Debor & das Team von DialogN

Für Rückfragen
Hotline: 04131-7060335
E-Mail: info@lebendiges-lueneburg.de
 

 
WebBanner_LeLü

Silke Helfrich war ursprünglich anlässlich der Leuphana Conference nach Lüneburg gekommen. Auf Einladung des DialogN blieb die freie Publizistin noch einen Tag länger in der Hanse- und Universitätsstadt, um in einem Bürergespräch im FREIRAUM mit den Commons ihren persönlichen Ansatz für ein alternatives Paradigma zum gegenwärtigen Wirtschaftssystem näher vorzustellen, das sich für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat einsetzt.

Allgemein unterschied die Bildungsreferentin zum Einstieg Gemeinressourcen, die sich entweder durch Nutzung mindern (= rival, z.B. Wasser) oder vermehren (= nicht rival, z.B. Informationen) und damit eine Logik der Fülle folgen. Die theoretische Einführung gliederte die Autorin des Buches „Commons“ in drei Teile, bevor sie dann mit den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern in ein Gespräch einstieg.

Im ersten Teil verwies Helfrich auf die von Elinor Ostrom aufgestellten acht „Design-Prinzipien einer erfolgreichen Organisation von Gemeingütern, für deren Grundlagenforschung die US-amerikanische Professorin 2009 als erste Frau den Wirtschaftsnobelpreis erhielt. Helfrich unterstrich an dieser Stelle, die Wichtigkeit von vertrauenvollen Beziehungen und das Erleben von Fairness, um in einer Gruppe zu gemeinsamen Vorstellung zu kommen.
Peter Linebaugh und seinem Zitat „There is no commons without commoning“ folgend fallen Gemeingüter nicht vom Himmel, sondern sind ein aktiver, sozialer Prozess der Gemeinschaftlichkeit, der sich aus dem Prozess, Ressourcen und Netzwerken ergibt.

Einen zweiten Aspekt stellen Haltungen von Menschen gegenüber den Commons dar. Hierbei verwies die Vortragende u.a. auf Tim-Berners Lee, der als Erfinder der HTML-Sprache und des http-Protokolls sich aus persönlicher Überzeugung dafür einsetzt, dass im W3-Konsortium Grundsätze implementiert sind, die garantieren, die den Zugang zum Internet regeln, so dass dieses frei genutzt und weiterentwickelt werden darf und hierfür patentfreie Standards gelten.

Im dritten Teil ging Helfrich auf commons-basierte-Produktionsweisen ein, die mittels Peer-to-Peer-Produktion und dem OpenSource Gedanken folgend viele Innovationen und Herausforderungen unserer Gesellschaft bewerkstelligen können. So z.B. die Entwicklung eines Autos, das nur 1,5l/100km verbraucht: WikiSpeed.

Nach dem Vortrag ergab sich für die Besucher durch eine Fishbowl-Anordnung die Gelegenheit mit Silke Helfrich direkt ins Gespräch zu kommen.
Dabei kam als erstes das Trittbrettfahrer-Phänomen und die Frage nach sozialer Kontrolle auf. Helfrich warb hierbei dafür, Kontrolle anders zu denken. Hierzu gehört u.a. das Einüben einer Feedback-Kultur, in der Gruppen komplexe Aufgaben lösen (z.B. an der Planschule Jena).

Die Frage, wie die Idee der Commons sich in die Breite skalieren lassen, beantworte Helfrich soweit, in dem sie einen Bottom-Up-Ansatz skizzierte, in dem sich durch Kommunikationsprozesse zunächst weitere Wissens-, Grundsatz- und Wertesysteme ausprägen, die auch neue Politikformen (die u.a. Teilen unterstützen) mitdenken. Über diese Muster von gelingenden Sozialbeziehungen und Systeme können sich dann auch andere Systeme anstecken, die den Commons-Gedanken bislang noch fern liegen.

Für den weiteren DialogN-Prozess in Lüneburg, in dem es u.a. darum gilt, unterschiedliche Kulturen zu integrieren, empfahl Helfrich nach Gemeinsamkeiten Ausschau zu halten, aus denen sich dann eine gemeinsame „Sprache“ für ein gutes Leben entwickelt. So könnten sich die Inidividuen frei, aber verbunden und eingeladen fühlen.

Beim persönlichen Ausblick und der Frage nach den nächsten Schritten, bemerkte Helfrich, dass eine zu starre Zieljustierung Kreativität begrenzen kann. Sie wählt daher eher kurzfristige Schritte, die sich gut anfühlen. Einer davon wird ein neues Buchprojekt sein, in dem die Frage „Was heißt Arbeit in den Commons?“ näher behandelt wird.

Auf diesem weiteren Weg wünschen wir Silke Helfrich alles Gute und danken an dieser Stelle für den inspirierenden Abend.

Lüneburg ist Pendlerstadt. Laut einer Statistik pendelten 9.459 Berufstätige im Jahr 2010 vom Wohnort zur Arbeitsstätte – überwiegend nach Hamburg. Grund genug für den FREIRAUM, durch die studentische Unternehmensberatung C&C (Contact & Cooperation) eine Zielgruppenanalyse hinsichtlich der Potenziale für Coworking-Angebote in dieser Region durchführen zu lassen. Die Ergebnisse einer Umfrage im Sommer diesen Jahres sind verblüffend:
Rund 84 Prozent der Befragten (Durchschnittsalter liegt bei 36,5 Jahren) sind auf der Suche nach Alternativen zum Pendeln. 43% der Befragten war das Konzept eines Coworking-Spaces schon vor der Umfrage bekannt, während 37 Prozent eine Alternative zum Pendeln suchten, Coworking als Arbeitsplatzkonzept aber noch nicht kannten. Die Erhebung ergab zudem, dass die einfache Fahrt zum Arbeitsplatz durchschnittlich ca. 53 Minuten dauert.
Aufschlussreich für den FREIRAUM als Coworking-Space-Anbieter: ca. 10% der Pendler verfügen
a.) über die persönliche Bereitschaft in alternativen Arbeitsplatzumgebungen zu arbeiten
b.) können dieses Konzept mit dem Beruf- und Tätigkeitsfeld vereinbaren und
c.) besitzen die Vorstellungskraft, dass ein solche (Lösung) – wenn auch nur an vereinzelnden Tagen – durch den Arbeitgeber unterstützt würde.

Neben einer Verringerung des täglichen Aufwand für An- und Abreise (pro Arbeitstag ca. 2 Std.), einer Senkung psychischer und physischer Stressfaktoren könnten nicht zuletzt – z.B. bei Autofahrern – die Fahrtkosten für das Pendel gesenkt werden.

Wir sind gespannt, ob wir zukünftig die Personengruppe von rund 950 Pendlern gezielt ansprechen und erreichen können.

KOMMT NUN DIE BETTENSTEUER?
Am 17. Juli versammelten sich die Teilnehmer des Kulturstammtisches (KST) zu einer neuen Austauschrunde – dieses Mal erstmals im Kulturforum Wienebüttel. Nach der Begrüßung durch den Gastgeber und Hausherrn Gebhardt Dietsch moderierten Valérie Knoll (Halle für Kunst) und Bernd Plake (nannte sich selber „Kulturinteressierter“) zu den aktuellen Punkten der Kunst- und Kulturschaffenden in Lüneburg.

Nach einer Feedbackrunde zum Int. Hansetag mit persönlichen Berichten von der Großveranstaltung, nahmen die Teilnehmer die Zukunft der lokalen Kulturpolitik in den Fokus.
Dabei brachten sie in einer mehrheitlichen Abstimmung (ohne Gegenstimmen) eine Anfrage auf den Weg, in dem die Kulturverwaltung über den nächsten Kultur- und Partnerschaftsausschuss (KuPa; vermutlich im September) aufgefordet werden soll, die Schwerpunkte und konkreten Projektvorhaben der kommenden drei Jahre (bis 2015) aufzuführen. Ziel dieser Anfrage ist ein öffentlicher Informationsaustausch, durch den mögliche Kooperationsvorhaben und Arbeitsschwerpunkte mit den Kunst- und Kulturschaffenden frühzeitig abgestimmt werden und der KST sich aktiv in die Prozesse und Diskussionen einbringen kann.

Als weiterer Punkt stand eine Stellungnahme zum angeplanten Kulturentwicklungsplan und dessen Ausschreibung auf der Tagesordnung. Die Teilnehmer des KST beschlossen mehrheitlich die Einbringung eines schriftlichen Appells in die nächste Sitzung des KuPa. In dem zweiseitigen Schreiben wird die aktive Beteiligung der Kulturschaffenden zur Einbeziehung aller Interessenten und Betroffenen in den gesamten Prozess zur Aufstellung eines Kulturentwicklungsplanes für Lüneburg gefordert.

Unter dem Punkt Verschiedenes kam u.a. die Bettensteuer und deren Sachstand in Lüneburg auf. Nach einem – mit Spannung erwarteten – Urteil des BVG ist die freiwillige Einführung dieser kommunalen Abgabe von Hotels nur für Touristen, nicht aber für Geschäftsleute zulässig. Einkünfte hieraus sollen zu großen Teilen über den städtischen Haushalt zur Kulturförderung genutzt werden. Allerdings lässt sich dieses Verfahren in Lüneburg mit dem beabsichtigen Abschluss des Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen nicht ohne Umwege realisieren. Demnach darf der Kultur-Etat (=freiwillige Leistungen der Kommune) den Wert von 3,5 Prozent des Gesamthaushalts nicht übersteigen. Nach gegenwärtiger Lage scheint der Etat bei 3,25 Prozent zu liegen. Die Gruppe von SPD und Grüne plant derzeit dennoch die Einführung für Lüneburg, die bei einem Übernachtungsanteil von 80% durch Touristen möglichst viel Mittel für die Kultur bereitstellen soll.

Abschließend wude von der Verleihung des Daniel Fresse Kunstpreises berichtet. Die Werke der beiden Preisträger, die sich mit dem diesjährigen Schwerpunkttheme „Nachhaltigkeit“ auseinandersetzten werden vom 27.10. bis voraus. November/Dezember 2012 in einer Ausstellung im Springhornhof (bei Soltau) der Öffentlichkeit gezeigt.

Nächster Termin ist der 11. September um 19 Uhr im FREIRAUM Lüneburg unter der Moderation von Kirstin Linck (k.linck(at)freenet.de). Hierfür wird derzeit noch dringend eine Co-Moderation gesucht. Bei dem nächsten Treffen wird u.a. erneut das Thema „Vertreter des Kulturstammtisches im Kultur- und Partnerschaftsausschuss“ auf der Tagesordnung stehen.

Die Slam-Gemeinde in Lünbeburg wächst. Bei der dritten Ausgabe des IdeenSlams kamen knapp 50 Teilnehmer_innen in den FREIRAUM und tauschten bei zwei Präsentationen ihre Anregungen und Feedback untereinander aus.

Max und Theo von Usedful (http://www.usedful.de/) inszenierten mit einer kleinen Schauspieleinlage um ihr Maskotchen Tetra Pak Man die frisch gestartete Freizeitunternehmung, bei der sie mit weiteren Freunden erste Portmonais aus Tetra-Pak-Packungen beim gemeinsamen Abendbier basteln und verkaufen. Die Jungunternehmer legen bei dem Konzept Wert auf ökologisch-soziale-transparente Produktionsabläufe. So arbeiten sie z.B. ausschließlich mit 100% Recycling-Materialien und wollen 50% der Einnahmen an ein Spendenprojekt in Peru spenden.

In der Feedbackrunde kamen u.a. Ideen, wie die Integration eines Abo-Dienstes, eine Plattform für Produkte aus Recyclingmaterialien, die Aufstellung einer Sammeltonne in der Stadt oder Bastelpartys für Produktion und Vertrieb auf.

Danach stellte Norian seine Idee für nachhaltige Unterwäsche für Männer und Frauen unter dem Arbeitstitel Underwhere? vor. Dabei schweben ihm und seinem Team eher klassische Schnitte vor, die durch eine hohe Farbbreite und die bewussten Herstellungsprozesse unter dem Motto „casual but colourful“ eine Kundschaft finden sollen. Bei den Produktionsmethoden will er u.a. besonders auf ökologische und soziale Komponenten bei dem Bezug der Rohstoffe, dem Glättungsprozess der Baumwolle, dem Weben, die Färbung und die Konfektion achten.

Die spontan zusammen gestellte Jury präferierte in ihrem Voting insbesondere die kreative Präsentationsform von Usedful und verschaffte dem Team mit 47 Punkten bis zum nächsten IdeenSlam am 29. Mai 2012 ein Schreibtischplatzstipendium mit Kaffeflatrate im FREIRAUM.

In der OpenStage-Session stellte dann noch Mitglieder von Startup Live (http://startuplive.in/hamburg/1/) ein Event vor, bei dem vom 04. bis 06. Mai – neben dem Startup Weekend (08.-10. Juni 2012; http://hamburg.startupweekend.org/) – in Hamburg für Gründer_innen eine intensive Austauschplattform geboten wird.

Zudem kam die Idee für eine Smartphone-Applikation auf, bei der Bücherausleihen für Bibliothek effektiver und direkter gestaltet werden und dabei insbesondere ungenutzte Entleihungen abnehmen könnten.

Insgesamt ein erfrischender Abend für die dynamische Gründerszene in Lüneburg.

Am vergangenen Dienstag war es dann so weit: Beim 2. IdeenSlam Lüneburg kam es zum ersten Mal zu einem direkten Wettkampf, um ein ehrliches Feedback von frischen Unternehmensideen.

Im Slam-Format stellten Hendirk Hohmann und Diane Bödrich vor einer spontan ausgewählten Publikumsjury ihre unterschiedlichen Geschäftsansätzen vor.

Die Idee von Hendirk besteht seit ca. 18 Monaten. Er entwickelt mit vier weiteren Mitstreitern das Social-StartUp Betterstuff, dass mit dem Claim „Taschen ohne Grenzen“ ein Stück weit die Probleme vom FairTrade-Ansatz zu lösen versucht. Über eine Homepage kann der Kunde ein individuelles Design für eine Tasche erstellen, die dann von NäherInnen in Kenia hergestellt und nach ca. 3-4 Wochen Lieferzeit per Versand zu Hause eintrifft. Durch die Umgehung von sonst üblichen Zwischenhändlern kann ein hochwertiges Produkt zu einem vergleichsweise günstigen Preis angeboten werden. Die Hersteller in Afrika erhalten auf diese Weise einen Stundenlohn von umgerechnet 4 EUR, sowie eine Kranken- und Altersversicherung, das im Gegensatz zu den üblichen 30 Cent / Std. eine erhebliche Verbesserung der Arbeitssituation darstellt. Der Kunde erhält im Kaufbeleg eine Auflistung der jeweiligen Kosten und unterstützt ein ausgewähltes Sozialprojekt vor Ort. Mit diesem Ansatz will Betterstuff die Hauptprobleme des FairTrade-Marktes von teuren Preisen, Intransparenz und schlechten Marketing angehen.

Diane brachte eine vergleichsweise junge Idee mit in die Runde und präsentierte den Ansatz für eine App-Entwicklung unter dem Arbeitstitel DrollU. Hierbei handelt es sich um das Vorhaben, eine Plattform zur Erstellung von elektronischen Ebenbildern (Avatare) zu schaffen, die dann vom Nutzer in Fotomotive integriert werden können. Durch eine individuelle Anpassung des Charakters an das eigene Aussehen und Stimmungen kann in einer Community z.B. der eigene Gemütszustand spielerisch übermittel werden. In der Diskussionsrunde konnten durch viele Fragen und Anregungen diese Idee erweitert werden. So entstand beispielsweise die Zusatzfunktion, dass man Charaktere von Freunden in eigene Fotos einbinden und somit eine neue Form von elektronischen Grußkarten versenden kann.

Im abschließenden Slam-Ranking landete die Präsentation von Betterstuff kurz vor Diane. Somit kann Hendrik für sich und seine Unternehmung bis zum nächsten IdeenSlam am 24. April einen Schreibtischplatz und die entsprechende Infrastruktur im FREIRAUM kostenlos nutzen.

Im abschließenden OpenSession-Modus stellte sich noch das StartUp Weekend Hamburg (08.-10. Juni) vor, das maßgeblich durch einen Kreis von Jungunternehmern aus Lüneburg mitgestaltet wird. Im weiteren Austausch entstand auch die Idee für ein StartUp Weekend Lüneburg im kommenden Herbst.

Word!

Lüneburgs Flurfunk funktioniert scheinbar bestens. Der Aufruf über eine E-Mail und eine Facebook –Veranstaltung lockte ein gutes Duzend Interessierte zum Start des IdeenSlams am 28. Februar in den FREIRAUM Lüneburg.

Moderator und FREIRAUM-Betreiber Thore Debor erläuterte in seinen Begrüßungsworten einführend die Idee und Geschichte, die hinter dem neuen Veranstaltungsformat steckt. Der Ursprung liegt in der studentischen Initiative WerteDialog, die vor einigen Jahren mit ihren regelmäßigen Treffen auf dem Campus einen Raum für ein offenes Netzwerk für angewandtes Unternehmertum schufen. Die Mehrwerte für einen Ort, in dem Menschen mit Ideen und Fragen sich austauschen können sind vielfältig. Beispielsweise bietet ein Dialog mit Personen, die verschiedenartige  Hintergründe und Einschätzungen in die Diskussion mit- und einbringen bei der Analyse der eigenen Idee wichtige Ratschläge zur Fortentwicklung eines Vorhabens. Der Wunsch diese Uni-Runde in Lüneburg zu erweitern führte die Ursprungsinitiatoren mit dem FREIRAUM zusammen.

Die Vielfalt an Impulsen bei der Erstauflage des IdeenSlams war allein schon mit den unterschiedlichen Herkünften der Teilnehmer gesichert: von Bachelor-Studierenden, über Start-Up-Unternehmer, über Angestellte in  Verbänden, Public-Relations und Lehrstuhlmitarbeiter, Personaler und Uhrenmachermeister fand sich eine bunte Mischung an Menschen zusammen. Spontan entwickelten sich aus dem Kreis Themenvorschläge, von denen zwei Fragestellungen in zeitlich gefasste Runden von jeweils 25 Minuten erörtert wurden:

–          Wie funktioniert Virales Marketing bei YouTube, so dass man innerhalb kürzester Zeit eine Millionen Zugriffe erzeugt?

–          Ideenselektion. Wie finde ich die richtige Idee, die zu meiner Persönlichkeit passt?

Zukünftig findet der IdeenSlam alle 4 Wochen, jeweils am 4. Dienstag im Monat im FREIRAUM statt. Das nächste Mal also am 27.03. – ab 19.30h.

Dann präsentiert sich im Slam-Format u.a. das Social Start-Up Betterstuff (https://www.facebook.com/Betterstuff ). Eine weitere Anmeldung für eine weitere Slam-Präsentation kann noch eingereicht werden: ideenslam@freiraum-lueneburg.de

Fünf Angebote für Runde Tische zum Thema „gutes Leben in Lüneburg“ starten im Februar

Der Startschuss für den Bürgerbeteiligungsprozesses zum Thema Nachhaltigkeit in Lüneburg ist erfolgt. Der Verein T.U.N. und die Initiatoren des DialogN präsentierten am 31. Januar bei der Jahresauftaktveranstaltung „Was geht? 2012.“ im FREIRAUM Lüneburg die ersten Ergebnisse:

Annegret Kühne und Thore Debor stellten die ersten fünf Runden Tische zu den Themen Werte&Ethik, Arbeit, Mobilität und Bauen vor, die ab Februar starten und von zehn ehrenamtlichen Moderatoren an verschiedenen Orten im Stadtgebiet organisiert und begleitet werden. Spontan ergab sich am Auftaktabend ein weiterer Tisch mit dem Thema Ernährung. Im Mittelpunkt stehen bis Juni 2012 5-6 Themensitzungen zu Ideen und Visionen, wie gutes und nachhaltiges Leben sich vor Ort in Lüneburg gestalten kann. Sämtliche BürgerInnen aller Altersklassen sind eingeladen, sich durch ihre Teilnahme an diesem offenen Prozess einzubringen, ihre Vorstellungen zu formulieren und zum Abschluss möglichst vielfältige Ergebnisse am Aktionstag Nachhaltigkeit darzustellen.

Den Start des Bürgerdialoges übernehmen die Moderatorinnen Lisa Speck und Bettina Jäckle bereits am Montag, den 06. Februar um 19.00h mit einem Runden Tisch zum Thema Mobilität in den Räumen der Ev./Kath. Hochschulgemeinde, Heinrich-Böll-Str. 33/Bockelsberg. Im Anschluss startet Uta Schlobohm-Sabin am Freitag, den 10. Februar in der Lindenstraße 16 mit dem Runden Tisch Werte&Ethik. Am Montag, den 20. Februar laden Birigt Becker und Raimund Wurzwallner-Becker zum Thementisch Arbeit in den Mondmann, Lünertorstrasse 20 ein.
Die erste Sitzung des Runden Tisches Bauen findet am 15. Februar im Wasserturm, 6. Ebene (Bei der Ratsmühle 19) mit Stephan Seeger und André Novotny statt. Für den Runden Tische Ernährung werden die Termine und Treffpunkt in Kürze auf der Internet-Seite www.dialogn.de bekannt gegeben.

Im weiteren Verlauf des Abends verfolgten die rund 50 Gäste die Begrüßungsworte des Umwelt- und Nachhaltigkeitsdezernenten Markus Moßmann und dessen Ankündigung, dass die Hansestadt Lüneburg das Projekt DialogN unterstützt. Konkret wird sich die Stadt für das Bundesprogramm „ZukunftsWerkStadt“ und die dafür vorgesehenen Fördermittel bewerben.

Im Rahmen einer „Speakers Corner“ erprobten die Gäste den Charakter des offenen Austauschs, indem sie Gedanken zum Jahr äußerten oder Initiativen wie GrünRaum und Slowfood kurz ihre Aktivitäten vorstellten. Auf Initiative der Transition-Town-Gruppe gründete sich eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema „gemeinsame Homepage für Nachhaltigkeit in LG“, die sich im Februar erstmals treffen wird.

Das Rahmenprogramm zum DialogN geht am Donnerstag, den 09. Februar um 19.30 Uhr mit den Lüneburger Nachhaltigkeitsgesprächen im FREIRAUM Lüneburg weiter. Am 1. März 2012 wird die Ausstellung „Zeitreise 2030“ des SCHUBZ im Rahmen des Projektes Zukunftsklima eröffnet. Alle weiteren Aktivitäten werden über die Website bekannt gegeben.

Interessenten für die Teilnahme an den Runden Tische melden sich gern per E-Mail unter mitmachen@dialogn.de oder direkt bei den jeweiligen ModeratorInnen.
Weitere Informationen zum Projekt DIALOGN und Möglichkeiten zum Mitmachen finden sich unter http://dialogn.de

Weiterführende Hyperlinks:
http://www.dialogn.de
http://www.aktionstag-nachhaltigkeit.de


Die Termine und Treffpunkte der Runden Tische des DialogN:

Runder Tisch „Werte&Ethik“
Moderation: Uta Schlobohm-Sabin und Stefanie Blase
Ort: SCHLOBOHM Coaching, Lindenstraße 16, 21335 Lüneburg (gegenüber vom Stadttheater)

Termine: freitags & mittwochs, 19:00h: 1. Termin: Freitag 10. Februar 2012, 2. Termin: Freitag
09. März, 3. Termin: Freitag 13. April, 4. Termin: Mittwoch 09. Mai, 5. Termin: Mittwoch 30. Mai
Kontaktdaten: Uta Schlobohm: info@schlobohm-coaching.de, Tel. 04131- 391458
Stefanie Blase: die_steffiblase@web.de, Tel. 04131-727845

Runder Tisch „Mobilität“
Moderation: Lisa Speck und Bettina Jäckle
Ort: 1. Termin. Ev./Kath. Hochschulgemeinde, Heinrich-Böll-Str. 33, Nähe Uni-Campus, Bockelsberg
ab dem 2. Termin: Ev. Familien-Bildungsstätte Lüneburg, Bei der St. Johanniskirche 3

Termine: montags, 19:00h: 1. Termin: 06. Februar 2012, 2. Termin: 27. Februar, 3. Termin: 19.
März, 4. Termin: 16. April, 5. Termin: 30. April, 6. Termin: 21. Mai
Kontaktdaten: Lisa Speck: lisa.speck@gmx.de, Tel 0151-50759873
Bettina Jäckle: Bettina.Jaeckle@potential-tc.eu, Tel: 04131 206 805

Runder Tisch „Arbeit“
Moderation: Birgit Becker und Raimund Wurzwallner
Ort: Mondmann, Lünertorstrasse 20, Wasserviertel

Termine: montags, 19:30h: 1. Termin: 20. Februar 2012, 2. Termin: 12 März, 3. Termin: 16. April,
4. Termin: 07. Mai, 5. Termin: 21. Mai
Kontaktdaten: info@theaterzurweitenwelt.de

Runder Tisch „Bauen“
Moderation: Stephan Seeger und André Novotny
Termine: voraussichtlich mittwochs, 19:00h
Ort: Wasserturm, Bei der Ratsmühle 19, 6. Ebene
Termine: mittwochs, 19h: 1. Termin: 15.02., 2. Termin: 07.03., 3. Termin: 28.03., 4. Termin: 18.04., 5. Termin: 09.05. und 6. Termin: 30.05.
Kontaktdaten: Stephan Seeger: info@archtekton.de, Tel. 0170-5888234
André Novotny: buero.novotny@googlemail.com, Tel. 04131-863426

Runder Tisch „Ernährung“

Moderation: Walter Dieckmann und Gabriele Plaßmann
Ort & Termine: werden in Kürze auf www.dialogn.de bekannt gegeben
Kontaktdaten: Walter Dieckmann: lueneburg@slowfood.de, Tel. 04134-383
Gabriele Plaßmann: gm_plassmann@alice.de, Tel. 04131-269061

Hintergrund zum Projekt:

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ruft Bürger und Bürgerinnen, Verbände, Kommunen und Wirtschaft bundesweit dazu auf, anlässlich der Rio20+Konferenz dezentrale Aktionen im lokalen Raum durchzuführen und Aktivitäten und Ideen für mehr Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft zu entwickeln.

Der 1. Aktionstag Nachhaltigkeit wird in Lüneburg unter dem Dach DialogN in enger Kooperation mit der 18. Umweltmesse des T.U.N. e.V. Lüneburg, der die Trägerschaft für das Projekt übernommen hat, vom 01. bis 04. Juni 2012 im Clamart-Park stattfinden und sich je nach Beiträgen und Aktionen der beteiligten Akteure über das gesamte Stadtgebiet erstrecken.
http://www.aktionstag-nachhaltigkeit.de

Einblicke in die Arbeit des Coworking SeminarMit dem Titel „Coworking in Lüneburg?! – Kollektive Arbeitsmodelle in einer flexiblen Arbeitswelt“ verhalfen die drei Betreiber des Coworking-Space FREIRAUM Lüneburg Axel Bornbusch, Alexander Wall und Thore Debor im Wintersemester 2011/2012 zu einer erstmaligen Auseinandersetzung mit dem Arbeitskonzept des Coworking im Curriculum an der Leuphana Universität Lüneburg.

Nach einer inhaltlichen Einarbeitung in das Themenfeld von flexiblen Arbeitsmodellen, in denen auf den Arbeitsbegriff eingegangen, Coworking & verschiedene Space-Modelle betrachtet und mögliche Effekte des Coworking analysiert wurden, stiegen die 13 Studierenden direkt in die Praxisphase ein.
Zudem verhalf eine Exkursion in das Betahaus Hamburg zu vertiefenden Einblicken in ein bereits bestehendes Bürogemeinschaftsmodell.

Zu Beginn der Arbeit wurde das Seminar in vier Gruppen unterteilt. Drei Teams erstellten mittels der Kooperation mit dem Start-Up-Unternehmen Explainity selbsterklärende Kurzfilme zum Thema Coworking und sammelten dabei Erfahrungen in Drehbuchkonzeption, Filmproduktion und Filmschnitt.

Impression von der Veranstaltung am 24.01.2012Die vierte Gruppe setzte sich das Ziel, den FREIRAUM als Veranstaltungsort zu nutzen und entwickelte ein Projektmanagement für eine Verantaltung unter dem Titel „Initiative b und ergreifen“. Hier trafen am 24. Januar über 13 Initiativen (u.a. Univativ, Arbeiterkind, Amnesty International, Rock your life, kulturrausch, AIESEC, Contact&Cooperation, HauteCulture, LSC, Rotaract Club, lunatic) im FREIRAUM Lüneburg auf über 70 interessierte Akteure und Bürger.

Die filmischen Ergebnisse stehen der deutschsprachigen Coworking-Community und weiteren Interessierten über einen Youtube-Kanal frei zur Verfügung: http://www.youtube.com/FREIRAUMLG. So tragen die Ergebnisse des Praxisseminars im Idealfall dazu bei, dass sich der Trend für flexible Schreibttischplatzmodelle verfestigen kann.

Am Dienstag, den 13.12. tagte zum dritten Mal der Kulturstammtisch Lüneburg. Dieses Mal kamen auf Einladung des Moderatorenteams Debor/Becker-Wurzwallner die offene Runde von Kulturinteressierten und Kulturschaffenden erstmals im FREIRAUM Lüneburg zusammen. Auf der Tagesordnung standen Neuigkeiten aus der Lüneburger Kulturszene, Kulturpolitik und die Planung gemeinschaftlicher Aktionen.

Den größten Tagesordnungspunkt nahm der Informationsaustausch zur geplanten Kulturbäckerei ein. Hierzu klärten Friedrich von Mansberg (SPD & Stadttheater Lüneburg) und Carsten Junge (Sparkassen Stiftung) die Anwesenden über den aktuellen Planungsstand auf. Demnach werden die notwendigen Renovierungsarbeiten durch die LüWo-Bau erfolgen, die dann das Gebäude an die Sparkassen Stiftung Kultur als Betreiber der Kulturbäckerei übergibt. Die Campus Management GmbH ist für die Hausmeisterei (Facility-Management) vorgesehen. Die Entscheidungen über Programmgestaltung und Raumnutzungen trifft – auf explizite Nachfrage der Kulturstammtischteilnehmer – die Stiftung der Sparkasse zur Förderung der Kunst. Zu erwirtschaften sind maximal die Betriebskosten des dreistöckigen Gebäudes, das u.a. über 2 kleinere Aktionsflächen, 1 größere VA-Fläche, 6-8 Ateliers und zwei Probebühnen verfügen soll. Ein Vortragsraum (z.B. für Lesungen) fasst voraussichtlich bis zu 150 Personen. Die Nutzung der Räumlichkeiten werden Lärm- und Zeitbeschränkungen unterlegen.

Aktuell sind alle Kulturanbieter und Initiativen mit Raumbedarf aufgerufen, sich zeitnah bei Carsten Junge (carsten.junge(at)sparkassenstiftung-lueneburg.de, Tel. 0152/33741996) bzw. Nicole Bloch (nicole.bloch(at)sparkassenstiftung-lueneburg.de, 04131/7205056) zu melden, um den offenen Gestaltungsprozess und die Raumplanung mitzugestalten.Mitgestaltung.

Anschließend widmeten sich die Teilnehmer potenziellen Gemeinschaftsaktionen und bildeten Thementische zu den bevorstehenden Kulturtagen und der Idee der Kulturjahreszeiten und arbeiteten mit der Methode des offenen Brainstormings.
Die Kulturtage am 21.Mai 2012 sind vom deutschen Kulturrat ausgerufen. Dieser Tag ist als internationaler Kulturtag von der Unesco ins Leben gerufen worden und der Deutsche Kulturrat propagiert ihn hier unter dem Motto: Kultur Gut Stärken.

Am Ende ging der Staffelstab der Moderation des Kulturstammtisches an Dilli Dillmann und Kurt Bader über, die die nächste Sitzung für Dienstag, den 31.01.2012, 19:00 Uhr im Stadttheater Lüneburg organisieren.
Mit der 4. Sitzung geht dann der offene Austausch zur Kulturlandschaft Lüneburgs im neuen Jahr weiter.