31. October – Fracking – Was ist das?

 

Der merk­wür­dig un­durch­sich­ti­ge Um­gang mit ei­nem An­trag, "Koh­len­was­ser­stof­fe", mut­maß­lich Erd­gas in der Re­gion su­chen zu dür­fen, hat vie­len Men­schen Angst ge­macht. Ver­mut­lich zu­recht, wie sich bei nähe­rem Blick auf die Ri­si­ko­techn­olo­gie "Fra­cking" zeigt. Die Grüne Frak­tions­spre­cherin im Euro­päi­schen Par­la­ment, Re­bec­ca Harms kommt nach Lüne­burg, um mit Euch, un­se­ren Land­tags­kan­di­datIn­nen und ei­nem Sach­ver­stän­di­gen für Gewäs­ser­ge­fähr­dun­gen das Thema zu dis­ku­tie­ren.

Die konventionellen Erdgasreserven in Deutschland schwinden, zunehmend rücken die sogenannten unkonventionellen Lagerstätten in den Fokus der Erdgasindustrie. Mittels der neuen Gewinnungsmethode „Fracking" soll auch in diversen Gesteinen gebundenes Erdgas/Erdöl gefördert werden. Dabei werden künstliche Risse im Gestein geschaffen und unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Quarzsand und teils giftiger Chemikalien in eine Horizontalbohrung gepresst.

Die Mitgliedsstaaten der EU sind in ihrer Haltung zur Schiefergasförderung sehr gespalten. Während Polen stark auf diese unkonventionelle Energiequelle setzt, haben u.a. Frankreich und Dänemark ein Moratorium für "Fracking" verhängt.

Im Laufe der vergangenen drei Jahre haben sich Erdgaskonzerne viele weitere Aufsuchungslizenzen für unkonventionelles Erdgas gesichert. Nun gibt es auch für die Landkreise, Heidekreis/Soltau-Fallingbostel, Lüneburg und Uelzen, sowie den Landkreis Lüchow-Dannenberg (Raum Schnega) Anträge auf „Aufsuchungserlaubnisse".

Was sind die Risiken von Fracking? Wie ist die Position der niedersächsischen Grünen zu Fracking? Wie wird mit Fracking in anderen Bundesländern umgegangen? Welche Wege gehen die europäischen Nachbarstaaten? Ist ein sauberes Fracking möglich? Was bedeuten die grünen Forderungen für die Geothermie? Diese und weitere Fragen wollen die Lüneburger Landtagsabgeordnete Miriam Staudte, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europaparlament Rebecca Harms sowie der Lüneburger Kreistagsabgeordnete und Landtagskandidat Detlev Schulz-Hendel zusammen mit dem Sachverständigen für Gewässergefährdungen Dr. Ekkehard Petzold diskutieren.

Beginn:

31. October 2012 um 19.00 Uhr

Eintritt:

frei